Samstag, 30. August 2014

[Rezension] Greta Ley - Toy, Toy, Toy!

Buchinfos: 
  • Titel: Toy, Toy, Toy!
  • Autor: Greta Ley
  • Seitenanzahl: 218
  • Verlag: books2read
  • Preis: 2,49 Euro (ebook)

Inhalt

Susanne ist von Beruf Mutter und Hausfrau. Sie hat 2 Kinder und ist glücklich verheiratet. Doch ausgefüllt ist ihr Leben nicht, denn sie möchte gerne wieder arbeiten. Da kommt ihr die freie Stelle bei einem "Spielzeughersteller" als Produktdesignerin sehr gelegen. Prompt gibt sie ihre Bewerbung ab - und wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen! Doch erwartet sie dort etwas ganz anderes als sie ursprünglich dachte, denn es handelt sich nicht um einen "normalen" Spielzeughersteller! Was soll sie tun? Soll sie den Job annehmen? Was wird ihre Familie dazu sagen? Und vielmehr, was sollen die Leute im Dorf von ihr denken? Ein kleines Abenteuer beginnt!


Meine Meinung

Wie das Cover schon verraten hat, handelt es sich hier um keinen "Spielzeughersteller" für Kinder, sondern den für die Erwachsenen - die Sextoys. Greta Ley beschäftigt sich hier mit einem eigentlichen Tabuthema über das nie so offen geredet wird - und ich finde es klasse. Es ist kein Erotikroman an sich, sondern einfach die Darstellung einer kleinen Familie, in der die Hausfrau zur Karrierefrau mutiert und das mit Sexspielzeug. Der Hauptcharakter Susanne ist eigentlich eine ganz normale Mutter und eher passiv in allem. Doch der neue Job verändert ihr ganzes Wesen. Susanne wird viel offener und wie ich finde auch selbstbewusster. Ihr Charakter gefällt mir wirklich gut, denn es zeigt, dass auch aus einer kleinen stillen Frau eine selbstbewusste Karrierefrau werden kann. Susannes Mann finde ich klasse, denn er steht vollkommen hinter ihr. Doch so wie Susanne zur Karrierefrau mutiert, so wird ihr Mann immer mehr Hausmann, denn bei ihm im Job läuft genau das Gegenteil ab. Es läuft schlecht für ihn! Vom selbstbewussten Mann mutiert er zur grauen Maus, die sich alles gefallen lässt! Das Wechselspiel der Charakterzüge finde ich hier phänomenal, denn im Grunde wechseln beide die Seiten bzw. tauschen die Rollen.
Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Susanne. Wir erfahren hier viele Gedankengänge von ihr und können mit ihr sehr gut mitfühlen. Ich war von Anfang an im Buch drin und hatte keine Probleme der Handlung zu folgen. Der Handlungsverlauf zum Ende hin ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und nicht ganz nach meinem Geschmack, aber dennoch kann ich verraten, dass es natürlich ein Happy End gibt. Und genau das gefällt mir wieder sehr gut.
Interessant finde ich die Familie von Susanne, sprich Mutter, Vater und Bruder. Der Bruder ist homosexuell, der Vater kifft nebenbei und die Mutter passt so gar nicht in das ganze Bild hinein, denn sie scheint etwas prüde. Sie kommt weder mit der Homosexualität von ihrem Sohn, noch mit dem neuen Job ihrer Tochter klar. Doch so sehr Susanne ihre Mutter manchmal auch verachtet, so ähneln sie sich beide doch so ziemlich - und das bemerkt Susanne im Laufe des Romans auch. 

Immer wieder gibt es wirklich witzige Passagen im Buch bei denen ich oft schmunzeln musste. Das Buch ist in keinerlei Hinsicht mit zu viel Sexuellem belastet, sodass ich es auf keinen Fall unter Erotikliteratur packen würde. Für mich ist es ein wirklich toller Chick-Lit-Roman mit sehr viel Humor. Das Lesen macht einfach Spaß und ich danke der Autorin an dieser Stelle für den anderen Blick auf dieses Thema. Auch dieses Mal habe ich beim Lesen feststellen müssen, dass man immer wieder dazu lernt - auch durch Romane!


Wertung


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