Donnerstag, 17. Juli 2014

[Rezension] Nancy Salchow - Der Tag, an dem mir das Leben schrieb

Buchinfos: 
  • Titel: Der Tag, an dem mir das Leben schrieb
  • Autor: Nancy Salchow
  • Seitenanzahl:81
  • Verlag: neobooks Self-Publishing
  • Preis: 0,99 Euro (ebook)
Inhalt



Nancy ist Autorin und hat ein Schreibtief. Sie schreibt leidenschaftlich gerne, doch irgendwo ist sie blockiert und weiß einfach nicht weiter. Ihre Gedanken schweifen nur um das Thema: wie schreibe ich mein nächstes Buch? Und genau darum geht es hier: die Leidenschaft für das Schreiben wiederzufinden – aus dem Leben von Nancy Salchow!


Meine Meinung


Bevor ich mit Lesen begonnen habe, erhielt ich von der Autorin Nancy Salchow noch den Hinweis, dass es sich hier nicht um die übliche Art Bücher handelt – und genau das ist es auch! Es ist eine Art Tagebuch, ein Niederschreiben der eigenen Gedanken, um für sich selbst die Lösung des Problems zu finden und um anderen zu zeigen wie schwierig es ist aus einem Schreibtief herauszukommen. Ich denke jeder Autor war schon einmal in einer solchen Situation und kennt es. Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist auch mal depressiv zu werden – man will es, aber es geht nicht. Man steckt fest. Bestes Beispiel ist der kurze Romanauszug, den Nancy im Buch mit einbringt. Die Romanidee beginnt sehr erotisch, romantisch und plötzlich kippt es in eine Horror-/Thrillergeschichte um, was so gar nicht hierher passt. Ich habe bisher noch nichts weiter von Nancy gelesen, aber ich denke das wäre auch nicht sie. Spiegelt sich in diesem Ansatz das Depressive wieder? Die Wut darüber, dass sie im Schreibtief ist? Ich denke schon, finde es aber überhaupt nicht schlimm, weil man so auch selbst erkennt, was man nicht möchte.
Ich will nicht sagen, dass ich mich gut in Nancy hineinversetzen kann, weil ich selbst nie Bücher geschrieben habe. Aber ich kann gut mit ihr mitfühlen. Wir alle waren sicherlich schon einmal in einem Tief in dem wir einfach nicht weiter wussten. Nancy macht das einzig Richtige – sie schreibt es nieder und lässt es raus. Sie lässt raus, was sie so sehr beschäftigt – ihre eigene Therapie! Und das bevor sie in ein tiefes tiefes Loch fällt! Toll finde ich dabei auch die Unterstützung von Bastian. Er unterstützt sie in all ihren Entscheidungen und macht ihr Mut. Auch wenn er selbst nichts davon hält ihre Texte an eine unbekannte Musikergruppe weiterzugeben, so fährt er doch mit ihr dorthin und überlässt die Entscheidung ihr. Letztendlich stellt sie selber fest, dass sie das nicht will. Und genau so sehr weiß sie, dass sie mit dem Schreiben nicht aufhören will, auch wenn durch die Wut des Nichtschreibenkönnens ihr Kopf immer wieder etwas anderes sagen will. Ihr Herz weiß, dass sie als Autorin geboren wurde und dies auch noch lange tun wird.

Liebe Nancy, vielen Dank für den Einblick in dein Leben, deine Gedanken. Durch dich weiß ich nun, wie schwer es viele Autoren haben müssen. Doch bitt hör nicht auf mit dem Schreiben, lass dich nicht entmutigen und vor allem lass dir Zeit! Ich freu mich auf deine weiteren Werke!


Wertung

 

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