Mittwoch, 9. Juli 2014

[Rezension] Jörg F. Nowack - Kinkerlitzchen für die Leselust: Zwiebelfischs Abenteuer


Buchinfos: 
  • Titel: Kinkerlitzchen für die Leselust: Zwiebelfischs Abenteuer
  • Autor: Jörg F. Nowack
  • Seitenanzahl:183
  • Verlag: THG Verlag
  • Preis: 6,30 Euro (ebook)


Inhalt 

Tim und Anna, zwei Kinder, begeben sich in die Welt der Wichtel. Sie brauchen ihre Hilfe, denn die Fee Leselust hat ihnen die Fähigkeit des Lesens gestohlen und nur mit Hilfe der Wichtel können sie diese zurück erlangen. Doch so einfach ist es nicht. Sie bekommen das Wichtelpärchen Ladislaus und Raffaela zur Seite gestellt, die die beiden auf ihrem Abenteuer zur Fee begleiten sollen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es noch einige Informationen, die sie von Wichtel Zwiebelfisch bekommen.


Meine Meinung

Ich bin mir nicht sicher, was ich von diesem Buch halten soll. Es beginnt mit dem Treffen mehrerer alter Pärchen, geht dann weiter zu Tim und Anna, die ihre Lesekraft verloren haben und sich ins Reich der Wichtel begeben, die ihnen helfen sollen, diese wieder zu erlangen und endet mit dem Beginn der Reise zur Fee Leselust.  Mir ist das Buch einfach nicht schlüssig genug. Der Zusammenhang zwischen Tim und Anna und den älteren Pärchen zu Beginn scheint da zu sein, denn ich denke es sind die Großeltern der beiden. Doch erfährt man nirgends wie Tim und Anna ihre Lesekraft verloren haben. Ich kenne den ersten Teil zu der Geschichte nicht, gehe aber davon aus, dass das im ersten Teil geschildert wird.  Schade eigentlich, eine kurze Zusammenfassung wäre schon schön gewesen, um auch als Nichtleser des ersten Teils hier gut reinfinden zu können. Mir fehlen  da einige Informationen. Bis zu dem Punkt wo Zwiebelfisch auftaucht, ist auch noch alles soweit in Ordnung und wenn die Geschichte dann mit der Reise zur Fee Leselust weitergegangen wäre, wäre auch noch alles in Ordnung gewesen, doch mit dem Besuch von Zwiebelfisch beginnt das Durcheinander. Er erzählt sehr viele Fakten und seine Geschichte. Ich verstehe nicht so ganz was das alles mit Tim und Anna zu tun hat. Viele Informationen von Zwiebelfisch habe ich gleich nach dem Lesen wieder vergessen, weil sie für die Geschichte uninteressant und nicht wichtig sind. Das Buch gleicht ein wenig einem Lexikon, das als Geschichte geschrieben ist. Man erfährt viel zum Thema Buchdruck und Gutenberg. Aber ist das der Sinn der Geschichte?! Ich dachte im Mittelpunkt stehen Tim und Anna und ihre Reise. So hat es zumindest in mir den Anschein erweckt. Und dann endet das Buch plötzlich mit dem Beginn der Reise.
Überrascht und das im positiven Sinne war ich von den Handlungsorten des Buches, die allesamt im Osten spielen. Leizpig, das Völkerschlachtdenkma, die Himmelsscheibe Nebra, Saale-Unstrut-Region, alles wird erwähnt.
Die Figuren sind mir sympathisch, vor allem die Wichtel Ladislaus und seine Frau Raffaela, die die Kinder herzlich aufnehmen. Sie haben ein großes Herz und behandeln die beiden als wären sie ihre eigenen Kinder. Der Wichtel Zwiebelfisch ist mir nicht unsympathisch, doch erzählt er mir einfach zu viel und kommt mir als Leser so rüber als ob er mit all seinem Wissen angeben will.
Aber nicht nur, dass das von Zwiebelfisch Erzählte nicht ganz so zur Geschichte passt, auch wenn es hier laut Titel um Zwiebelfisches Abenteuer geht, hinzu kommen immer wieder Einschübe der Fee Leselust, d. h. wir erfahren was zur gleichen Zeit bei ihr passiert. Doch erfahren wir nichts, was sie mit den Kindern im Zusammenhang bringen könnte. Ich frage mich an dieser Stelle, was will uns die Geschichte eigentlich erzählen und was ist die eigentliche Handlung?

Grundsätzlich hat die Geschichte Potential, wenn der Handlungsverlauf der Richtige gewesen wäre. Doch so scheint es mir einfach viel zu durchainander und nicht zusammenhängend, wodurch es für mich schwer war alles nachzuvollziehen und der Geschichte folgen zu können.


Wertung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen