Montag, 16. Juni 2014

[Rezension] Emmy Abrahamson - Mind the gap! Wie ich London packte


Buchinfos: 
  • Titel: Mind the gap! Wie ich London packte
  • Autor: Emmy Abrahamson
  • Seitenanzahl:220
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Preis: 12,99 Euro
  • ISBN: 978-3-4236-5006-9
Inhalt

Filippa ist 18 Jahre alt und hat gerade ihr Abitur in Schweden fertig gemacht. Ihr größter Traum ist es an der Royal Drama School in London Schauspiel studieren zu können. Um den Traum wahr werden zu lassen, zieht sie prompt nach London, um dort ihr neues Leben aufbauen zu können. Doch kaum in London angekommen, laufen die ersten Dinge schon nicht so wie sie es sich vorgestellt hat: ihr gemietetes Zimmer ist lediglich eine Matratze in einem Zimmer, das sie sich auch noch teilen muss. Die Jobsuche läuft schlecht, ohne Berufserfahrung gibt ihr niemand eine Chance und auch das Freunde finden ist nicht so leicht, zumal sie auch auf der Suche nach einem Boyfriend ist. Ein Abenteuer in einer fremden Stadt beginnt und es stellt sich die alles entscheidende Frage: Wird sie es an die Royal Drama School schaffen? 


Meine Meinung 

Das Buch steigt mit dem Zeitpunkt ein, dass Filippa im Flugzeug auf dem Weg nach London sitzt. Es ist aus ihrer Sicht geschrieben und Filippa ist mir auf Anhieb sympathisch. Ich finde sie macht sich viel zu viele Gedanken darüber, was andere über sie denken könnten. Das fängt im Flugzeug schon damit an als sie eine Gummibärchentüte in Windeseile vernascht hat und die Stewardessen anschließend über sie lästern könnten. Nicht wirklich gute Voraussetzungen für die Schauspielschule finde ich, denn als Schauspieler sind Millionen Augen auf einen gerichtet und nicht nur die der Stewardessen. Ich finde es ganz witzig wie Filippa von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Im Grunde tut sie mir aber auch leid und gerade den ersten Fall bei dem gemieteten Zimmer, das sich nur als Luftmatratze herausstellt, finde ich etwas mies von den Vermietern, dass sie dies nicht explizit in die Anzeige geschrieben haben. Durch ihr Zimmer lernt sie aber Louise kennen, die zwar anfangs so scheint als sei sie absolut der falsche Umgang für sie. Doch ist sie es, die Filippa ein neues Zimmer besorgt, wodurch sie 2 neue Freundinnen bekommt, die mit Filippa auf einer Wellenlänge zu liegen scheinen. Immerhin halten alle 3 zusammen und es gibt überhaupt keinen Neid zwischen ihnen.
Nachdem auch das neue Zimmer geklärt war, klappt es dann auch mit dem Job. Leider kam die Freude zu früh, denn Filippa bekam einen richtigen Drachen vorgesetzt. Irgendwie scheinen alle Respekt vor ihr zu haben und niemand scheint etwas gegen ihre Laune zu sagen. Erst als der Bürodrache krank ist, läuft im Büro alles viel relaxter ab. Vom Drachen Sue ist sie auch schnell wieder weg, denn sie bekommt die Gelegenheit direkt die Assistentin des Chefs zu werden – zumindest übergangsweise. Und nun hat auch der „Boyfriend“ nicht lange auf sich warten lassen, zumindest scheint es so. Danny spielt in einer Band und hat Filippa in einer Bar angesprochen. Noch am ersten Abend landen beide im Bett und für Filippa ist es die große Liebe. Mir kam Danny von Anfang an nicht ganz koscher vor. Er war mir einfach viel zu schmierig als dass er es hätte ernst meinen können. Und genau so verhält er sich hinterher auch. Filippa hat was besseres verdient, denn im Grunde ist sie ein total nettes, liebes und anständiges junges Mädchen.
Gut finde ich den Einblick in die Vorsprechen der Royal Drama School. Filippa schätzt sich jedes Mal viel zu schlecht ein und hat an dieser Stelle einfach zu wenig Selbstvertrauen. Dabei kommt sie mir im restlichen Leben gar nicht so vor. Gerade im Bezug auf ihre erste Bewerbung ist sie eigentlich sehr selbstbewusst. Sie kommt ohne jede Berufserfahrung dort hin und hat trotzdem das Gefühl die Richtige für den Job zu sein. Das ist alles etwas widersprüchlich, wobei ich der Meinung bin, dass sie gerade bei dem 2. Vorsprechen super abgeliefert hat. Aber auch hier lässt sie sich hinterher wieder von einer anderen Bewerberin entmutigen.

Ich finde Emmy Abrahamson ist hier ein wirklich tolles, fast niedliches Buch gelungen. Ich habe gut in das Buch hineingefunden, konnte jederzeit folgen und musste oft schmunzeln. Oft hätte ich nicht gedacht, dass sie sich aus diversen Situationen wieder herauswinden kann. Aber auch die Spannung kam hier nicht zu kurz. Zum einen gab es das Mitfiebern für die Zusagen zum nächsten Vorsprechen. Zum anderen gab es eine Situation in der Filippa um ihr Leben bangte und ich wirklich mit ihr mitfühlen konnte.
Ich würde sagen das Buch ist ab dem älteren Jugendalter geeignet, ab 15 Jahre aufwärts. Gerade in dem Alter fängt man an sich Gedanken über das eigene Berufsleben zu machen. Mit Mind the gap bekommt man auch die nicht so schönen Seiten davon gezeigt.


Wertung


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