Sonntag, 11. Mai 2014

[Rezension] Izabelle Jardin - Snow Angel



Buchinfos: 
  • Titel: Snow Angel
  • Autor: Izabelle Jardin
  • Seitenanzahl:206
  • Preis:aktuell leider nicht erhältlich

Inhalt

Nina fährt unheimlich gern Ski-Langlauf. So macht sie sich beim ersten großen Schnee auch in den Wald auf, um vom Schulalltag abschalten zu können. Die Loipenrunde ist sie schon zig Mal gefahren und weiß genau wie lange sie braucht. Bis zum Einbruch der Dunkelheit ist noch genug Zeit, doch rechnet sie den aufkommenden Schneesturm nicht mit ein. Und somit passiert es – sie kommt vom Weg ab und stürzt ab. Doch hat sie wirklich Glück, denn zur gleichen Zeit befindet sich auch der Tierarzt Simon in seiner Waldhütte dort in der Nähe und findet Nina bei seiner Abendrunde mit Hund Ben. Da sie auf der Hütte quasi eingeschneit sind, kommen sich die beiden schnell näher  und es entwickelt sich ein kleines Liebesabenteuer. Doch steht ein Schatten über den beiden – die Verlobte von Simon, die vor langer Zeit verschwand und bisher unauffindbar war.


Meine Meinung

Die Geschichte wird aus 3. Person erzählt, zwischendurch  gibt es aber immer wieder Gedankengänge der beiden Protagonisten, wodurch es sich anfühlt als ob aus der Ich-Perspektive geschrieben wird. Der Schreibstil ist gut, wirklich fesselnd geschrieben. Ich befand mich sofort in der Handlung mit drin und konnte sie sehr gut verfolgen, ja fast sogar miterleben.
Im Prinzip handelt es sich um eine Liebesgeschichte, die mit einem Liebesabenteuer beginnt, nämlich dem Wochenende in der Waldhütte nach Ninas Unfall. Nina verliebt sich in Simon, doch steht seine Verlobte noch zwischen den beiden. Sie verschwand vor einiger Zeit plötzlich und es gab bisher keine Gewissheit, ob sie noch lebt oder nicht. Ich kann Simon da verstehen, dass er sich nicht sofort auf eine neue Beziehung einlassen kann, wobei er ja eigentlich schon eine Beziehung danach führte – mit Lizzy, die überhaupt nicht sein Beuteschema ist. Doch mit Nina ist es anders, denn sie ähnelt seiner Verlobten sehr. Nach dem Wochenende trennen sich die Wege der beiden, doch denken beide jeweils die ganze Zeit nur an den anderen. Sie können nicht voneinander loslassen. Und so fügt sich das Schicksal natürlich zusammen und bringt beide wieder zueinander. Eine nicht wenig große Rolle spielen dabei auch die Freunde der beiden, die ihnen gut zureden und versuchen sie auf die richtige Bahn zu bringen und die richtige Entscheidung zu treffen.
Mitten in dem Liebesabenteuer entwickelt sich nebenbei auch noch eine kleine Kriminalgeschichte. Normalerweise mag ich Krimis überhaupt nicht. Doch hat es mich in dieser Geschichte nicht im geringsten gestört. Immerhin trägt sie zur Aufklärung des Verschwindens von Simons Verlobter bei. Ich habe Stück für Stück richtig mitgerätselt und war mir bis zum Ende der Aufklärung nicht sicher wie es ausgehen wird. Ich fand den Teil wirklich spannend.
Nina war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist jung, unerfahren und hat sich sofort in Simon verliebt. Teilweise war sie ihm sogar richtig hörig, was ich etwas beängstigend fand. Aus diesem Grund war mir Simon auch nicht ganz so sympathisch. Er kam mir manchmal zu aufgesetzt rüber und gerade in den erotischen Schilderungen kam er mir manchmal wirklich beängstigend vor. Zwischendurch dachte ich schon er würde Nina etwas antun wollen und dass er selbst etwas mit dem Verschwinden seiner Verlobten zu tun hat. Ich würde sagen, die Autorin hat hier gute Arbeit geleistet und das Buch durch das auf die Falsche Fährte führen somit noch spannender gemacht.

Der Autorin ist eine schöne Liebesgeschichte mit integriertem Kriminalfall gelungen. Bis zum Schluss war nicht klar wie der Fall ausgehen wird und das finde ich gut. Das macht das Buch extrem spannend und zu keiner Zeit langweilig. Lediglich den Hauptcharakter Simon hatte ich mir etwas für mich sympathischer gewünscht. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen.


Wertung

 

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