Sonntag, 25. Mai 2014

[Rezension] Birgit Hasselbusch - Herzbube

Buchinfos:
  • Titel: Herzbube
  • Autor: Birgit Hasselbusch
  • Seitenanzahl: 176
  • Verlag: Pink
  • Preis: 9,99 Euro
  • ISBN: 978-3-86430-022-6 

Inhalt



Pia ist 13 Jahre und wohnt mit ihrem Vater, ihrem Bruder und ihrer Oma zusammen. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben. Dcoh seit kurzer Zeit bringen 3 Männer ihr Leben durcheinander: ihr Bruder zieht plötzlich aus, ihr Vater ist frisch verliebt und dann ist da noch Nick, in den sie total verliebt ist, der aber plötzlich Schluss macht und eine andere hat. Ihre einzige Unterstützung ist ihre beste Freundin Mathi. Und dann kommt auch noch der Entshcluss ihres Vaters, dass dessen neue Freundin Katharina mitsamt Sohn Phillip bei ihr zu Hause einziehen. Für Pia bricht eine Welt zusammen. Doch nicht lange, denn schnell weiß sie wie sie sich die Situation zu Nutzen machen kann, um Nick wieder für sich zu gewinnen. Doch wird sie ihr Glück tatsächlich mit Nick finden?


Meine Meinung


Bei Herzbube handelt es sich um eine typische 13jährige. Pia erfüllt fast alle Klischees für das Alter: zickig, eigenwillig, sentimental, verliebt und voll gestresst von allem. Pia ist verliebt, doch beruht das leider nicht auf Gegenseitigkeit. Es scheint so als hätte Nick sie nur für das Deutschprojekt ausgenutzt. Denn plötzlich lässt er sie fallen und hat eine andere. So schnell will Pia aber nicht aufgeben und schmiedet mit ihrer besten Freundin Mathi zusammen einen Plan, um Nick wieder für sich zu gewinnen. Mathi gefällt mir als die beste Freundin wirklich super gut und sogar noch besser als die Hauptprotagonistin Pia. Sie unterstützt Pia immer und überall und versucht sie in schwierigen Situationen aus der Klemme zu bekommen. Einmal kommt es zu einem heftigen Streit zwischen den beiden, bei dem Pia nicht ganz fair zu Mathi ist. Trotzdem kann sie Pia ganz schnell wieder verzeihen. Find ich klasse. So müssen Freundschaften sein.

Pia selbst gefällt mir ganz gut, nur ist sie mir wirklich zu zickig. Bei dem Punkt als Katharina und Philip bei ihnen zu Hause einziehen sollen, gibt sie den beiden gar nicht erst eine Chance. Und beide geben sich wirklich viel Mühe. Erst als sie sich Philip zu Nutzen machen kann, gibt sie ihm eine Chance, auch wenn es erstmal ein Ausnutzen ist. Doch Philip ist nicht blöd und kapiert das sofort. Das coole an der Sache ist – er spielt mit und schmiedet sogar mit Pia zusammen einen Plan wie sie Nick eifersüchtig machen können. Und das alles ohne selbst etwas davon zu haben – einfach so. Das find ich wirklich toll und deswegen ist er mir auch von Anfang an sympathisch.

 Mit Pias Denkweise konnte ich hier in keinster Weise mitgehen. Oft ist es so, dass man bei Büchern, die aus Sicht des Protagonisten geschrieben sind, dass man mit diesem mitfühlen kann. Das kann ich hier nicht sagen. Ich war oft anderer Meinung. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich selbst eine Schwester in dem Alter habe und auch da bei einigen Verhaltenspunkten nicht auf ihrer Seite bin. Oft frage ich mich dann, wie auch beim Lesen des Buches, war ich in dem Altern auch so??? Klar ist es nicht leicht eine neue Mutter und einen neuen Bruder vor die Nase gesetzt zu bekommen, aber wenn der Vater so entscheidet, muss man das Beste draus machen. In einem Punkt gehe ich mit Pia dann aber doch mit: das schnelle Einziehen war für die Beziehung zwischen ihrem Vater und Katharina viel zu früh und das zeigt sich ja dann auch zum Ende der Geschichte hin.

Witzig finde ich auch die Oma von Pia. Sie wohnt mit im Haus und ist total cool drauf. Sie erlaubt Pia viel. Das liegt aber auch daran, dass Pia ihr Geheimnis kennt und das der Vater nicht wissen darf. Vom Ende selbst bin ich ein klein wenig überrascht, aber in positivem Sinne. Ich hätte eine andere Partnerkombination erwartet, aber die Entstandene ist genauso schön.



Mit Herzbube ist Birgit Hasselbusch eine kleine zickige Teeniegeschichte gelungen, die so einige Klischees erfüllt, die über Teenager in dem Alter existieren. Etwas überholt empfinde ich gleich zu Anfang den Satz, dass Pia mit ihren 13 Jahren schon mehr Männer und Jungs hatte als Britney Spears. 13 Jahre finde ich dafür wirklich zu jung. Auch wenn sich beim Lesen herausstellt, dass damit nur ihr Bruder, ihr Vater und Nick gemeint sind. Empfehlen kann ich das Buch vor allem Teenagern ab 12 Jahren. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, denn auch ich mit meinen Ü30 hatte noch Spaß beim Lesen.


Wertung

 

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